Der Wienerwald ist insbesondere seit dem 19. Jahrhundert ein traditionelles Erholungsgebiet. Zwei Millionen Wiener und Niederösterreicher wohnen in oder in unmittelbarer Nähe zum Wienerwald und nutzen diesen als Teil ihres Lebensraumes. In den letzten Jahren war ein Bevölkerungszuwachs in vielen Wienerwaldgemeinden wie auch der Stadt Wien zu verzeichnen,
so dass der Erholungsdruck auf den Wienerwald zunehmend gestiegen ist. Auch zukünftig ist mit einer Steigerung zu rechnen.
Der Wienerwald als Erholungsgebiet im Nahbereich des städtischen Ballungsraumes erbringt eine Vielzahl an immateriellen Leistungen wie Natur- und Landschaftserlebnis, soziale Interaktion, Regeneration der physischen und psychischen Kräfte. Die Erhaltung und langfristige Sicherung des
Wienerwaldes als Erholungsraum ist unbedingt zu gewährleisten.
Aufgrund der zum Teil recht intensiven und beinahe flächendeckenden Erholungsnutzung des Wienerwaldes ist eine räumliche Verortung der Intensitäten der Erholungsnutzung für den gesamten Wienerwald erforderlich, um mögliche Konflikte zwischen Erholungsanspruch und Naturschutz aufzudecken. Die Erholungseinrichtungen sind in Hinblick auf die Ausweisung von naturschutzfachlich begründeten Kern- bzw. Naturzonen zu beachten. Konfliktbereiche sollen vermieden werden.